Sie befinden sich hier: Startseite | Processing | MRS-Extruder



MRS-Extruder
MRS-Extrusionskonzept


Das Multi-Rotationssystem MRS von Gneuß eröffnet neue Möglichkeiten zur effizienten Entgasung und Extrusion von Kunststoffschmelzen. Begleitend oder alternativ hierzu können Gase oder Füllstoffe homogen in die Schmelze eingebracht werden. Aufbau


Mit der MRS-Technik wird der polymere Schmelzestrom auf eine sich drehende große Einschneckentrommel geleitet. In der Trommel befinden sich längs der Drehachse 8 Zylinderbohrungen mit eingelassenen Förderschnecken.

Diese Schnecken werden über einen Zahnkranz angetrieben. Sie drehen sich auf ihrer rotierenden Kreisbahn entgegengesetzt zur Extrudertrommel.

Dadurch verstärkt sich der Effekt des Oberflächenaustauschs der Schmelze überproportional. Die in der Trommel des Multi-Rotationssystems befindlichen Zylinder sind im äußeren Bereich etwa 30% geöffnet, so dass der Zugang zur Schmelze optimal gewährleistet ist und die damit einhergehende Evakuierung des Mediums ungehindert erfolgen kann.

Darüber hinaus ist eine gezielt kontrollierte Temperaturführung der Schmelze möglich, da sämtliche schmelzeberührenden Flächen gut temperiert werden können. Leistungsvergleich


Aufgrund des Multi-Rotations-Elements ist die für die Entgasung zur Verfügung stehende Oberfläche um ein Vielfaches größer als bei den am Markt üblichen Extrusionssystemen.
So ist beispielsweise die mittels MRS-Technik erzeugte Stahloberfläche der rotierenden Schnecken gegenüber einer gleichlaufenden Doppelschnecke ca. 25-mal größer. Durch die Prozessdynamik der gegenlaufenden Satellit-Schnecken erhöht sich die Oberfläche der Schmelze sogar auf das 100-fache zum Einschneckenextruder und ca. das 40-fache zum Doppelschneckenextruder. Energieeffizienz


Der spezifische Energieverbrauch mit der MRS Technik ist in aller Regel 15% bis 25% geringer als bei konventionellen Technologien, die eine Vortrocknung und / oder ein Hochvakuumsystem implizieren. Gegenüber der Verwendung von Einschnecken in der PET-Verarbeitung reduziert die Einsparung von Vortrocknung und Kristallisation zudem den Aufwand bei der Bedienung und Wartung. Verglichen mit einer Doppelschneckenverarbeitung ist der Energieverbrauch ebenso geringer. Dies insbesondere bei der PET-Verarbeitung, die in den meisten Fällen ein hohes Vakuum von <5 mbar benötigt und oftmals eine Vortrocknung der Flakes voraussetzt. Eine Schmelzepumpe zum Druckaufbau ist normalerweise beim MRS nicht erforderlich. Typische Einsatzmöglichkeiten der MRS-Technik (Beispiele)


  • Folienherstellung
  • Bottle to Bottle Recycling
  • Verpackungsbänder aus Polyester
  • PE/PP Recycling
  • Entgasung PA
  • MRS-Mixing-Technologie
  • Direktrecycling von Faser- und Folienabfällen